LosNr.: 3
Baden: Karl Friedrich Militärverdienstmedaille, in Gold Miniatur. Silber vergoldet, gravierter Name "LUDWIG", mit Bandstück. Es dürfte sich um den Vornamen des Beliehenen handeln, da im 1. Weltkrieg Beliehene mit Nachnamen Ludwig, mit dem Ritterkreuz bzw. der Silbernen Medaille ausgezeichnet worden sind. Zustand: I-II
Ausruf: 350 Euro
LosNr.: 4
Baden: Militär Karl Friedrich Verdienstmedaille, 8. Ausgabe für einen Vizefeldwebel / Offizier-Stellvertreter des Res.-Inf.-Regt. Nr. 99 - Somme Schlacht. Silber, gravierter Trägername KÖLBLIN, an Bügelöse. OEK25 127, HS 86, Ø 40 mm, 34,5 g. Die Verleihung an den Vizefeldwebel und Offizier-Stellvertreter im Reserve-Infanterie-Regiment 99 erfolgte am 11. April 1917 als laufende Nummer 305. Die Begründung liest sich wie folgt: "Hervorragende persönliche Tapferkeit und Tätigkeit als Zugführer, insbesondere in der Schlacht an der Somme. Eisernes Kreuz 1. Klasse ist ihm verliehen für einen von seinem Zuge erfolgreich durchgeführten Gegenangriff bei Epinal im Juli 1916" Zustand: I-II
Ausruf: 2000 Euro
LosNr.: 5
Baden: Militär Karl Friedrich Verdienstmedaille, 8. Ausgabe für einen Unteroffizier bzw. Gefreiten d.Res. Silber, gravierter Trägername ZORN, an Bügelöse. OEK25 127, HS 86, Ø 40 mm, 33,4 g. Es gibt zwei Verleihungen an Soldaten mit dem Nachnamen Zorn, Die Verleihung an den Unteroffizier Wilhelm Zorn im Reserve-Infanterie-Regiment 46 erfolgte am 15. November 1915 als laufende Nummer 305, jene an den Gefreiten der Reserve Adolf Zorn erfolgte im Ersatz-Infanterie-Regiment Nr. 29 am 2. September 1918 mit der laufenden Nummer 1168. Die Begründung liest sich wie folgt: 1. Wilhelm Zorn, 1. Niederschlesisches Infanterie-Regiment Nr. 46 "Zorn erreichte bei der Erstürmung der russischen Stellungen bei Krasne diese als Erster und bewies bei dem darauf folgenden Gegenangriff der Russen erneut Mut und Entschlossenheit.". 2. Adolf Zorn, Ersatz-Infanterie-Regiment Nr. 29. Zustand: I-II
Ausruf: 2000 Euro
LosNr.: 12
Bayern: Ordenschnalle eines Frontoffiziers mit 5 Auszeichnungen. 1.) Militär-Verdienst-Orden, 4. Klasse mit Schwertern, 2.) Preussen: Eisernes Kreuz, 1914, 2. Klasse, 3.) Vereinigung Bayerischer Feld-Kameraden im Deutschen Kriegerbund 1914-1918, Bayerisches Kriegserinnerungskreuz, 4.) Vereinigung Preußischer Kriegsteilnehmer im Deutschen Kriegerbund 1914/18, Kriegserinnerungskreuz für Kämpfer, 5.) Bund Sächsischer Frontsoldaten im Deutschen Kriegerbund 1914/18, Goldene Medaille Verdienste um das Vaterland, dazu Feldschnalle. Zustand: I-II
Ausruf: 500 Euro
LosNr.: 14
Bayern: Militärischer Hausritterorden vom Heiligen Georg, Bruststern der Ritter. Silberstickerei, die Kreuzarmfelder teils in blauer Farbe, das Kreuz im Medaillon in roter Farbe abgesetzt, in den Kreuzarmspitzen kleine Ösen zur Befestigung an der Uniform. KB1 S. 84, OEK25 338, 72 x 72 mm, 7,5 g. Attraktiver Stern vom Ende des 18. Jahrhunderts. Ein Stern in vergleichbarer Ausführung für die Großkreuze ist unter der Abbildungsnummer 239 in Karsten Klingbeil, Orden 1700-2000 zu finden. Zustand: I-II
Ausruf: 750 Euro
LosNr.: 20
Bayern: Verdienstorden vom hl. Michael, 4. Klasse, mit der Krone, im Etui. Silber, teilweise emailliert, die Kreuzarme fein flingiert, die Medaillons separat aufgelegt, die offene Krone beweglich aufgehängt, am Bande, im schwarzen Lederetui, golden aufgeprägte Bezeichnung und Zierkante, weißes Innenfutter mit Signet der Ordenfabrik Weiss & Cie., München, weinrotes Inlay mit Aussparung für das Kreuz, Bandstück einliegend. SH S. 49ff, OEK25 376, 61 x 36 mm, 23,5 g m.B. Zustand: I-II
Ausruf: 600 Euro
LosNr.: 22
Bayern: Jahrhundertwendeband 1900 der bayerischen Armee für Reserve- und Landwehr-Infanterie-Regimenter. Blau-weißes Band, mit Schleife, mit Spange "Kaiserkrone / 18 Januar 1871" bzw. "Initialen des Prinzregenten / 1 Januar 1900", mit Kordel zum Befestigen an der Fahne. Zustand: II
Ausruf: 1500 Euro
LosNr.: 30
Bayern: Lot von 3 Regimentsmedaillen. 1.) K.B. 1. Infanterie-Regiment "König", Schiesspreis, 2.) Medaille zur Erinnerung an das 100jährige Jubiläum des Bayer. 2. Jäger-Bataillons Aschaffenburg, 3.) Medaille auf die Sanit. Kraftw. Kolonne München I. u. II., 1914-1916. Zustand: II
Ausruf: 60 Euro
LosNr.: 34
Hamburg: Nachlass eines Frontsoldaten. 1.) Preussen: Eisernes Kreuz, 1914, 2. Klasse, 2.) Hamburg: Hanseatenkreuz, 3.) Schaumburg-Lippe: Kreuz für treue Dienste, am Kämpferbande, 4.) Dienstauszeichnung, für 9 Jahre, 5.) Zentenarmedaille (1897), 6.) Gold-zu-Eisen Medaille. Zustand: II
Ausruf: 80 Euro
LosNr.: 42
Hessen: Ludwigsorden, Großkreuz Stern, im Etui. Korpus Silber, brillantiert und reperziert, das mehrteilige Medaillon in Gold, teilweise emailliert, sehr flach ausgeführt, an Nadel, roten Lederetui mit golden aufgeprägter Kantenverzierung, weißes Innenfutter, schwarzes Inlay mit Aussparung für die Nadel sowie die Strahlenspitzen des Sterns, Bindung etw. lädiert. OEK25 767/1, 82 x 82 mm, 42,5 g. Zustand: I-II
Ausruf: 2000 Euro
LosNr.: 44
Hohenzollern: Fürstlicher Hausorden von Hohenzollern, 2. Modell (seit 1851), Ehrenkreuz mit Krone, Prinzengröße. Silber und Bronze, vergoldet, emailliert, mehrteilig durchbrochen gefertigt, rückseitiger Nadelbock und Nadel, jedoch kein Nadelhaken. 58 x 38 mm, 19,6 g. Zustand: II
Ausruf: 250 Euro
LosNr.: 46
Lippe-Detmold: Ordenschnalle mit vormals 4 Auszeichnungen. 1.) Band zur Lippe-Detmold: Denkmünze zum Einzug des Graf-Regenten Ernst, 2.) Militärverdienstmedaille, mit Schwertern (1914-1918), 3.) Erinnerungsmedaille an den Feldzug 1866, der dafür vorgesehene Haken an der Schnalle ist abgebrochen und fehlt, 4.) Preussen: Band zum Erinnerungskreuz 1866. Zustand: II-
Ausruf: 100 Euro
LosNr.: 60
Mecklenburg: Ordenschnalle eines Frontoffiziers mit 5 Auszeichnungen. 1.) Preussen: Eisernes Kreuz, 1914, 2. Klasse, 2.) Mecklenburg-Schwerin: Militärverdienstkreuz, 1914, 2. Klasse, 3.) Reuss: Fürstlich Reußisches Ehrenkreuz, Silberne Verdienstmedaille, 2. Modell (1902-1918), 4.) Offiziers-Dienstauszeichnung, für 25 Jahre, 5.) Zentenarmedaille (1897), rote Rückseitenabdeckung. Zustand: II
Ausruf: 200 Euro
LosNr.: 63
Oldenburg: Große Ordenschnalle eines Offiziers und Veteranen der Kriege 1866 sowie 1870/71. 1.) Preussen: Kriegsdenkmünze 1870/71, in Bronze, 2.) Erinnerungskreuz der Main-Armee 1866, 4.) Zentenarmedaille (1897), 4.) Oldenburg: Oldenburgischer Haus- und Verdienstorden Peter Friedrich Ludwig, Ritterkreuz 2. Klasse mit Krone und Schwertern, 5.) Erinnerungsmedaille an den Feldzug 1866, rote Rückseitenabdeckung. Attraktive Schnalle eines tapferen Offiziers, der einer von nur 248 Trägern des Ritterkreuz 2. Klasse mit Krone und Schwertern des Oldenburgischen Haus- und Verdienstorden Peter Friedrich Ludwig war. Für den deutsch-französischen Krieg von 1870/71 wurden 167 Ordensdekorationen ausgegeben, davon 56 an oldenburgische Offiziere. Zustand: II
Ausruf: 1000 Euro
LosNr.: 68
Preussen: Miniaturbarett 1813/1814 mit 3 Dekorationen. 1.) Eisernes Kreuz, 1813, 2. Klasse, 2.) Kriegsdenkmünze 1813/1814, mit runden Kreuzarmkanten, 3.) Offiziers-Dienstauszeichnung, für 25 Jahre, auf Barett, mit eingezogenen Bändern. Barett später gefertigt, mit modernen Bändern. Zustand: II
Ausruf: 190 Euro
LosNr.: 70
Preussen: Ordenschnalle eines Landwehr-Offiziers und Veteranen des Boxeraufstandes 1900/01 in China. 1.) Eisernes Kreuz, 1914, 2. Klasse, 2.) Landwehr-Dienstauszeichnung, für Offiziere, für 20 Jahre, 3.) Südwestafrika-Denkmünze, in Stahl, 4.) China-Denkmünze, in Bronze, mit Gefechtsspange HUOLU, 5.) Zentenarmedaille (1897), rote Rückseitenabdeckung, die Auszeichnungen teils lose. Die Gefechtsspange HUOLU wurde für die Kämpfe in der Nähe des Huolu-Passes am 23. und 24.4.1901 verliehen. Zustand: II
Ausruf: 200 Euro
LosNr.: 71
Preussen: Große Ordenschnalle eines langgedienten Unteroffiziers mit 7 Auszeichnungen. 1.) Eisernes Kreuz, 1914, 2. Klasse, 2.) Ehrenkreuz für Frontkämpfer, 3.) Freikorps: Schlesischer Adler, 2. Stufe, 4.) Preussen: Roter Adler Orden Medaille, 3. Form, 5.) Allgemeines Ehrenzeichen, in Bronze, 6.) Dienstauszeichnung, für 15 Jahre, 7.) Kolonial-Denkmünze, mit Gefechtsspange PONAPE 1910/11. Zwischen 1910 und 1911 kam es auf der zu Ponape gehörenden Insel Dschokadscha zur Revolte der dort ansässigen Sokels. Neben der auf Ponape stationierten Polizeitruppe waren der Kleine Kreuzer Cormoran, das Kanonenboot Jaguar und das Vermessungsschiff Planet an der Niederschlagung des Aufstandes beteiligt. Trotz der mehrere Monate andauernden Unternehmung wurden nur ca. 35 Mann getötet. Zustand: I-II
Ausruf: 600 Euro
LosNr.: 72
Preussen: Nachlass des Generalleutnant Jürgen Siehr, Kommandeur Große Ordenschnalle mit: 1.) Eisernes Kreuz, 1914, 2. Klasse, 2.) Hausorden von Hohenzollern, Ritterkreuz mit Schwertern, die untere Kreuzarmkante mit FR und 938 gepunzt, 3.) Bande zum Roten Adler Orden, 4. Klasse, 4.) Offiziers-Dienstauszeichnung, für 25 Jahre, 5.) China-Denkmünze, in Stahl, 6.) Zentenarmedaille (1897), 7.) Oldenburg: Friedrich-August Kreuz, 2. Klasse, 8.) Hamburg: Hanseatenkreuz, 9.) Lübeck: Hanseatenkreuz, 10.) Baden: Großherzoglicher Orden vom Zähringer Löwen, Ritterkreuz 2. Klasse mit Eichenlaub, 11.) Oldenburg: Oldenburgischer Haus- und Verdienstorden Peter Friedrich Ludwig, Ritterkreuz 1. Klasse, Silber vergoldet, graue Rückseitenabdeckung, mit Metall-Etikett von J. Godet & Sohn, Berlin, im roten Etui, Signet von Godet, Berlin im Innenfutter, eine große sowie eine kleine Feldschnalle mit allen bzw. den Kriegsauszeichnungen einliegend, dazu: große Miniaturenkette mit allen Auszeichnungen, welche auch an der großen Ordenschnalle zu finden sind, an Knopf mit Signet von Godet, Berlin, ebenfalls in Godet-Miniaturketten-Box, diese lädiert, des Weiteren 12.) Preussen: Eisernes Kreuz, 1914, 1. Klasse, geschwärzter Eisenkern, silberne Zarge, leicht gewölbt, rückseitig fein graviert "Major 3.X.14. Siehr I.R.70.", an Nadel, 13.) Oldenburg: Friedrich-August Kreuz, 1. Klasse, an Nadel, ebenfalls ist die von ihm verfasste Regimentsgeschichte des Infanterie-Regiment 70 anbei. Georg Siehr war der Sohn vom späteren Kösliner Regierungsbaurat Georg Eduard Robert Siehr und dessen Ehefrau Jenny Mathilde Louise Bertha, geborene Strecker. Er trat im Frühjahr 1887 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum Infanterie-Regiment Nr. 132 nach Straßburg im Elsaß. Bei diesem wurde er am 15. November 1887 zum Portepeefähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegschule wurde er am 19. September 1888 zum Sekondeleutnant befördert. Danach wurde er anfangs als Kompanieoffizier in der 11. Kompanie seines Regiments in Straßburg eingesetzt. Im Herbst 1890 wurde er in gleicher Funktion in die 4. Kompanie seines Regiments am gleichen Standort versetzt. 1893/94 wurde er als Nachfolger von Sekondeleutnant von Jarotzky zum Adjutant des I. Bataillons vom Infanterie-Regiment Nr. 132 in Straßburg ernannt. Als solcher wurde er am 18. August 1895 zum Premierleutnant, vorläufig ohne Patent, befördert. Sein Patent hat er dann bereits am 12. September 1895 (T7t) erhalten. Als Nachfolger von Premierleutnant Weyrach wurde er 1895/96 zum Regimentsadjutant ernannt. Seine Nachfolge als Bataillonsadjutant des I. Bataillons trat Sekondeleutnant Hans Steuer an. Etwa zum Zeitpunkt der Umbenennung seines Regiments zum 1. Unter-Elsässisches Infanterie-Regiment Nr. 132 wurde er von Oberleutnant Schorcht als Regimentsadjutant abgelöst. Dafür wurde er jetzt als Kompanieoffizier in der 7. Kompanie, ebenfalls in Straßburg, verwendet. Er heiratete am 6. Dezember 1902 die fast elf Jahre jüngere Maria Luise Helene Dominicus, Tochter des Geheimen und Ober-Regierungsrats Karl Franz Adolf Dominicus. Es folgt am 18. April 1903 (L3l) seine Beförderung zum überzähligen Hauptmann. Danach gehörte er etatmäßig zur 9. Kompanie seines Regiments. Am 18. August 1903 wurde er unter gleichzeitiger Versetzung zum 3. Badisches Infanterie-Regiment "Markgraf Ludwig Wilhelm" Nr. 111 zum Kompaniechef ernannt. Er übernahm als Nachfolger von Hauptmann Fritsch die 3. Kompanie des Regiments in Rastatt. Diese behielt er danach für einige Jahre. Sein Sohn Hans-Jürgen Siehr wurde am 22. Januar 1904 in Rastatt geboren. Auch seine Tochter Eva Renate Ursula Siehr wurde am 1. Januar 1906 in Rastatt geboren. Vom 22. April 1908 bis zum 26. Mai 1908 wurde er zum II. Lehrkursus an die Infanterie-Schießschule kommandiert. Am 27. Januar 1912 wurde er durch Hauptmann Baron de la Motte-Fouqué als Chef der 3. Kompanie vom 3. Badisches Infanterie-Regiment "Markgraf Ludwig Wilhelm" Nr. 111 abgelöst. Dafür wurde er an diesem Tag als Nachfolger des Major Dürr zur Dienstleistung als Adjutant des Generalkommandos des VIII. Armeekorps nach Koblenz kommandiert. Am 20. Februar 1912 (A) wurde er unter Beförderung zum Major zum Adjutant vom Generalkommando des VIII. Armeekorps in Koblenz ernannt. Im Frühjahr 1913 war er sogar 1. Adjutant des VIII. Armeekorps. Am 10. September 1913 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1913 von Major Frithjof Freiherr von Hammerstein-Gesmold abgelöst. Dafür wurde er jetzt als Bataillonskommandeur in das 8. Rheinisches Infanterie-Regiment Nr. 70 nach Saarbrücken versetzt. Er übernahm dort als Nachfolger von Oberstleutnant Müller das II. Bataillon. Sein Bataillon führte er dann bei Ausbruch des 1. Weltkrieges ins Feld. Dort wurde er im Winter 1913/14 bereits als Führer seines Regiments eingesetzt. Mitte März 1915 übernahm er dann endgültig das 8. Rheinisches Infanterie-Regiment Nr. 70. Am 27. Januar 1917 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Ab Mitte Juni 1918 wurde er als Führer der 32. Infanterie-Brigade eingesetzt. Ihm wurde in diesem Krieg nicht nur beide Eisernen Kreuze sondern noch andere Auszeichnungen wie das Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern verliehen. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde er im Jahr 1919 als Führer vom Freiwilligen-Regiment 70 eingesetzt. Im Juni 1919 wurde er als Oberstleutnant in das vorläufige Reichsheer übernommen. Er wurde jetzt Kommandeur vom Reichswehr-Schützen-Regiment 49 in Dessau, welches zur Reichswehr-Brigade 25 gehörte. Privat wohnte er jetzt in der Erbprinz Leopold Allee 14 in Dessau. Ab dem 1. Oktober 1919 war er als Stabsoffizier beim Regimentsstab vom Reichswehr-Schützen-Regiment 8 im Einsatz. Bei der Bildung vom 200.000 Mann-Übergangsheer der Reichswehr Mitte Mai 1920 war er Kommandeur vom Reichswehr-Schützen-Regiment 8 der Reichswehr-Brigade 4. Am 16. Juni 1920 (6) wurde er zum Oberst befördert. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 12 ernannt. Bei der Umbenennung seines Regiments im Frühjahr 1921 wurde er zum Kommandeur vom 12. Infanterie-Regiment ernannt. Privat wohnte er jetzt unter dem Namen Jürgen Siehr in der Bismarckstraße 23 in Halberstadt, wo er die Telefonnummer 1446 hatte. Am 1. Februar 1923 wurde er durch Oberst Rudolf Schniewindt als Regimentskommandeur in Halberstadt abgelöst. Er wurde dafür am 1. Februar 1923 zum Kommandant von Berlin ernannt. Als solcher wurde er am 1. April 1923 (2) zum Generalmajor befördert. Als Anschrift war Ende des Jahres 1924 der Platz am Zeughause 1 in Berlin C2 angegeben, wo seine Telefonnummer Zentr. 208, 5488 lautete. Am 31. März 1925 schied er aus dem aktiven Dienst der Reichswehr aus. Dabei wurde ihm der Charakter als Generalleutnant verliehen. Sein Nachfolger als Kommandant von Berlin wurde Oberst Johannes Severin. Nach seinem Ausscheiden schrieb er unter dem Namen Jürgen Siehr die Regimentsgeschichte vom 8. Rheinisches Infanterie-Regiment Nr. 70, welche er 1928/29 veröffentlichte. Er starb am 27. Dezember 1933 in Freiburg. Zwei Tage später wurde er in Freiburg beerdigt. Sein Sohn Hans-Jürgen Siehr wohnte 1939 als Hauptmann a.D. in der Höhmannstraße 9 in Berlin-Grunwald, wo er die Telefonnummer 890243 hatte. Anscheinend wurde er nach der Kapitulation in die Sowjetunion verschleppt. Er starb als Hauptmann im Kriegsgefangenenlager 7150 in Grjasowez bei Jaroslawl, etwa 450 km nordöstlich von Moskau. Zustand: II
Ausruf: 3500 Euro
LosNr.: 73
Preussen: Ordenschnalle eines Trägers des Militär-Verdienstkreuzes. 1.) Eisernes Kreuz, 1914, 2. Klasse, 2.) Militär-Verdienstkreuz, Tragestück mit Punze FR (Friedländer) im Ring, am schwarzen Bande mit Kantenstreifen aus Silberfaden3.) Bayern: Militär-Verdienstkreuz, 3. Klasse mit Schwertern, violette Rückseitenabdeckung. Zustand: II
Ausruf: 500 Euro
LosNr.: 74
Preussen: Nachlass des Flieger-Beobachter-Offiziers Leutnant d.R. E.H. bei der Flieger-Abteilung (A) 245. 1.) Eisernes Kreuz, 1914, 2. Klasse Urkunde (Bataillons-Hauptquartier, 20.11.16, OU Hauptmann), 2.) Abzeichen für Flieger-Beobachtungs-Offiziere, hohl verbödet, mit Strahlenrückplatte, dazu Urkunde (3.6.17, OU Gen.d.Flieger Wilhelm Haehnelt), 3.) Verwundetenabzeichen, 1918, der Armee, Schwarz, dazu Urkunde (Schmuckvordruck, ausgestellt den 20.9.18, FU), 4.) Ehrenkreuz für Frontkämpfer Urkunde (Templin, den 15.2.35, OU Landrat), 5.) Freikorps: Schlesischer Adler, 1. Stufe, dazu Urkunde (Urbanowitz, den 31.1.20, OU Maj. u. Batl.Kdr.), 6.) Verfügung zum Tragen der Uniform des I.R. 61, 7.) Entlassungsschein, 8.) Soldbuch (Einband alt ersetzt, sehr viele Eintragungen), 9.) Militär-Dienstzeitbescheinigung (Berlin, 16.2.37), 10.) 4 Fotos. Siehe auch Los 697 und 1026. Zustand: II
Ausruf: 1000 Euro
LosNr.: 75
Preussen: Nachlass eines Sanitäts-Unteroffiziers der Feld-Luftschiffer-Abteilung Nr. 18. Eisernes Kreuz, 1194, 2. Klasse, mit Urkunde, diese hinter Glas gerahmt, ausgestellt Savigny, den 18.4.1917, OU General der Infanterie Freiherr von Hügel, dazu zwei Fotos. Zustand: II
Ausruf: 250 Euro
LosNr.: 76
Preussen: Nachlass eines Langemark Veteranen. Ordenschnalle mit: 1.) Eisernes Kreuz, 1914, 2. Klasse, 2.) Ehrenkreuz für Frontkämpfer, dazu 3.) Verwundetenabzeichen, 1918, der Armee, Schwarz, durchbrochen gefertigt, auf dekorativer Holz-Wandplakette, dazu 4.) Auguste Victoria Chiffre, 5.) Stahlhelmbund Zipfel mit Langemark Wahlspruch. Zustand: II
Ausruf: 150 Euro
LosNr.: 78
Preussen: Roter Adler Orden, 3. Modell (1854-1885), 4. Klasse, mit Schwertern, im Etui. Silbernes Kreuz, glatte Arme, das fein emaillierte Medaillon mit detaillierter Adlermalerei, die Schwerterteile in Gold, hohl gefertigt, in den Zylinder eingeschraubt, am vernähten Bande, im roten Lederetui, schwarzes Inlay und Innenfutter, mit goldener Zierkante. HP1 4.03.85, OEK25 1703, 44 x 38 mm, 16,0 g m.B. Zustand: I-II
Ausruf: 800 Euro
LosNr.: 82
Preussen: Roter Adler Orden, 4. Modell (1885-1918), 4. Klasse, mit Jubiläumszahl "50", im Etui. Silber, das Medaillon mit feiner Emaillemalerei, Ritzmarke W auf der unteren Kreuzarmkante, die Jubiläumszahl fein geprägt, verlötet, am Bande, im roten Lederetui, schwarzes Inlay mit Goldkante. Zustand: I-II
Ausruf: 250 Euro
LosNr.: 85
Preussen: Eisernes Kreuz, 1870, 1. Klasse, im Etui. Silber Zarge, geschwärzter Eisenkern, an Nadel, gefertigt aus dem Kern eines EK2 1870 und der Zarge eines EK1 1914, im weinroten Verleihungsetui mit EK auf dem Deckel, weißes Innenfutter, blaues Inlay mit Aussparung für die Nadel. Zustand: II
Ausruf: 400 Euro
LosNr.: 88
Preussen: Eisernes Kreuz, 1914, 1. Klasse, im Etui - G - Hauptmann W. graviert. Geschwärzter Eisenkern, zweifach gebrochen, Silber Zarge, rückseitig graviert "Hauptmann Wahrburg", an Nadel, diese G gepunzt, im frühen Verleihungsetui, golden aufgeprägtes EK, weißes Innenfutter, violettes Inlay mit Aussparung für die Nadel. Zustand: I-II
Ausruf: 150 Euro
LosNr.: 105
Preussen: Kriegsdenkmünze 1870/71, in Bronze mit 8 Gefechsspangen. Bronze, am Bande, mit den Gefechtsspangen LE MANS, BEAUGENCY-CRAVANT, ORLÉANS, BEAUNE LA ROLANDE, NOISSEVILLE, METZ, GRAVELOTTE ST.PRIVAT und VIONVILLE MARS LA TOUR, als Block auf das Band aufgesplintet. Zustand: II
Ausruf: 100 Euro
LosNr.: 108
Preussen: Kriegsdenkmünze 1870/71 - 13 Gefechtsspangen. ORLÉANS, LE MANS, GRAVELOTTE´ST. PRIVAT, NOISSEVILLE, STRASSBURG, BAPAUME, VIONVILLE-MARS LA TOUR, COLOMBEY-NOUILLY, BEAUNE LA ROLANDE, BEAUGENCY-CRAVANT, VILLIERS, WÖRTH und AN DER LISAINE auf das Band aufgezogen. Zustand: II
Ausruf: 100 Euro
LosNr.: 122
Sachsen: Zivil-Verdienstorden, Silberne Medaille, 2. Typ. Silber, Stempelschneider Signatur F. ULBRECHT F. im Halsabschnitt, am Bande. In der Verleihungszeit von 1849 bis 1876 wurden 653 Exemplare verliehen. Nach der Reorganisation des Ordens 1876 wurden die Verleihungen der Medaille eingestellt. Zustand: I-II
Ausruf: 100 Euro
LosNr.: 146
Sächsische Herzogtümer: Nachlass eines hochdekorierten Künstlers. Frackschnalle mit: 1.) Bulgarien: Zivil-Verdienstorden, 2. Modell, Komtur Dekoration, 2.) Sächsische Herzogtümer: Herzoglich Sachsen-Ernestinischer Hausorden, 2. Modell (1864-1935), Ritterkreuz 1. Klasse, 3.) Bulgarien: Zivil-Verdienstorden, 2. Modell, 5. Klasse mit Krone, 4.) Sachsen-Coburg-Gotha: Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft (1907-11), mit Krone, rote Rückseitenabdeckung, mit Etikett von J. Godet & Sohn, Berlin, dazu eine passende Miniaturenkette, Knopf gemarkt J. Godet & Sohn, Berlin, der Zivil-Verdienstorden 5. Klasse abgebrochen, die Krone noch vorhanden, zusätzlich noch die Miniatur Sachsen-Altenburg: Goldene Medaille mit Krone, Herzog Ernst I., mit beidseitigem Backenbart, dazu diverse Knopflochdekorationen, im roten Lederetui, rotes Innenfutter mit Signet von J. Godet & Sohn, Berlin, mit Samt-Inlay. Attraktiver Künstler Nachlass, der durch die etwas unorthodoxe Befestigung einer Hals-Dekoration an der Ordenschnalle einen zusätzlichen Reiz hat und dessen vormaliger Träger mit etwas Mühe sicherlich recherchiert werden kann. Zustand: II
Ausruf: 2500 Euro
LosNr.: 155
Sachsen Coburg Gotha: Sachsen Ernestinischer Hausorden, Carl Eduard, Goldene Medaille mit Schwertern, im Etui. Vergoldet, die Schwerter beweglich aufgehängt, am Bande, das Schubetui mit goldener Deckelprägung unfachmännisch restauriert. Die Medaille später nachvergoldet. Zustand: II
Ausruf: 200 Euro
LosNr.: 157
Sachsen Coburg Gotha: Erinnerungsmedaille an die Hochzeit der Prinzessin Sybilla mit Prinz Gustav Adolf von Schweden (1932), in Verleihungstüte. Bronze, in bedruckter Verleihungstüte mit Wappenschild, Datum und rückseitigem Herstellersignet von Willy Ganssen, Hofjuwelier Coburg. Zustand: II
Ausruf: 80 Euro
LosNr.: 158
Schwarzburg: Große Ordenschnalle mit 8 Auszeichnungen. 1.) Preussen: Eisernes Kreuz, 1914, 2. Klasse, 2.) Schwarzburg: Silberne Medaille Verdienste im Kriege 1914, 3.) Reuss: Fürstlich Reußisches Ehrenkreuz, Silberne Verdienstmedaille, 2. Modell (1902-1918), 4.) Ehrenkreuz für Frontkämpfer, 5.) Dienstauszeichnung, für 15 Jahre, 6.) Zentenarmedaille (1897), 7.) Ungarn: Erinnerungsmedaille an den Weltkrieg 1914-18, mit Schwertern, 8.) Bulgarien: ebenso, grüne Rückseitenabdeckung. Zustand: II
Ausruf: 250 Euro
LosNr.: 165
Württemberg: Olga-Orden, im Etui - Herrenausführung. Silber, teilweise emailliert, die Medaillons mehrteilig gefertigt, am konfektionierten Dreiecksbande, im roten Lederetui, golden aufgeprägte Zierkante, Signet von E. Föhr, Juwelier Stuttgart im Innenfutter, blaues Samtinlay mit Aussparung für das Kreuz samt Dreiecksband. OEK26 2985/1, 40 x 36 mm, 10,8 g m.B. Zustand: I-
Ausruf: 600 Euro
LosNr.: 168
Waldeck: Verdienstkreuz, 2. Klasse. Gold, teilweise emailliert, die Medaillons separat aufgelegt, am hohl geprägten Eichenlaub, mit Halsband. OEK24 2851, 74 x 54 mm, 26,6 g m.B. Ein Kreuz, wie es in dieser Ausführung bis 1913 zur Verleihung gelangte. Insgesamt wurden 198 Kreuze in Gold und vergoldetem Silber verliehen, wovon nur 46 retourniert worden sind. Zustand: I-II
Ausruf: 500 Euro
LosNr.: 181
Deutsches Reich: Nachlass eines Obermatrosen auf S.M.S. Kurfürst Friedrich Wilhelm - China 1900/01. Auszeichnungen: 1.) Preussen: Eisernes Kreuz, 1914, 2. Klasse, 2.) Ehrenkreuz für Frontkämpfer, an Einzelschnalle, 3.) China-Denkmünze, in Bronze, an Einzelschnalle, 4.) Zentenarmedaille (1897), an Einzelschnalle, 5.) Medaille "Für Tapferkeit im Weltkrieg 1914-18", 6.) Flandernkreuz, mit den Gefechtsspangen FLANDERNSCHLACHT und DURCHBRUCHSCHLACHT, 7.) Reichskriegerbund Kyffhäuser: Erinnerungsmedaille des Weltkrieges, 8.) Verein ehem. China u. Ostasien Krieger Köln, dazu: 9.) Urkunde zur China-Denkmünze, gerahmt, 10.) Militärpaß, viele Eintragungen, 11.) Mützenband "7.I. MATROSEN=DIVISON.I.7.", 12.) Diverse gelaufene Postkarten, 13./14.) Metalldose aus Asien, 15./16.) Asiatisch geschnitzter Bilderrahmen mit Fotos, 17.) Reservistenbild, 18./20.) Gerahmte Fotos. Umfangreicher Nachlass eines China-Veteranen. Zustand: II
Ausruf: 1200 Euro
LosNr.: 183
Deutsches Reich: Medaille auf den 3. November 1848. Gegossene Durchbruch Medaille, im Zentrum die Lettern MB, Umschrift "Gott mit uns / 1848 d 3 Nov", rückseitig die erhabene Nummer 86, gehenkelt, am vernähten Bande. Unbekannte Medaille aus dem Revolutionsjahr 1848. Zustand: II
Ausruf: 50 Euro